Wer im März bei einem nächtlichen Rundgang das Haus Goethe gestreift hat, der könnte leicht erschrocken sein. Im Schaufenster steht markant und eindrücklich ein Stapel an alten Fernsehern, wo synchronisiert Bilder und Grafiken laufen. Stillgestanden. Was ist das?
In der vierten und letzten Ausgabe der Frederiick-Schaufenster-Ausstellungen experimentiert der Künstler Sir Gulliver mit modernster und ausgedienter Technik. Auf 14 urigen Röhrenfernsehern schafft er Bilder und bunte Grafiken und bestrahlt damit nachts die dunkelschwarze Goehtestraße. Im ersten Moment erschrickt man vielleicht - im zweiten Moment ist diese Kombination aus altgedienten bunt-flimmernden Bildschirmen doch faszinierend anziehend.
Gulliver ist Grafik- und Mediendesigner. Er kennt sich bestens aus mit modernen Technologien wie 3D-Inszenierungen, KI-Kameras und Visual Effects. Trotzdem blickt er, wie er im Interview mit Afzack Magazine verrät, immer nostalgisch auf die vergangenen Tage zurück. Röhrenfernseher, Faxgeräte, Haustelefone - alte technische Geräte, die heute nur müde belächelt werden.
In seiner Kunstinstallation die von Mitte Februar bis Mitte März im Haus Goethe zu sehen war, kombiniert er diese beiden Welten. Die 14 Röhrenfernseher werden zusammengeschlossen und mit einem Computerprogramm wird die Ausstrahlung der Grafiken zentral programmiert. Die Installation ist immer bei Dunkelheit aktiv.
Der nächste Schritt ist die Installation einer KI-Kamera, mit dessen Hilfe sollen Passanten mit der Installation interagieren können. Das heißt, wer z.B. seine Hände am Schaufenster nach rechts bewegt der kann die visuellen Effekte an den Bildschirmen beeinflussen.
Ein ausführliches Gespräch mit ihm findet ihr im folgenden Video.