Sprozen ist die älteste bekannte Methode der Kontemplation, auch Versenkung oder Reflexion genannt. Der Begriff stammt aus dem altgriechischen „sprozeidae“ und bedeutet so viel wie „ins Leere starren“. Dabei meint Sprozen viel mehr als nur einen leeren Blick. Was wirklich geschieht in diesem geheimnisvollen Sprozess, ist bis heute ein Rätsel und Gegenstand zahlreicher Mythen und philosophischer Debatten.
Die ersten Aufzeichnungen über das Sprozen liegen Jahrtausende zurück. Die Geschichte begann mit dem jungen Sprozedos (ca. 424 v. Chr.). Der Sprözling lebte in der Blütezeit des alten Athens. Er war bekannt für seinen tief-leuchtend-leeren Blick. Bald wurde der hoch angesehene Sprokrates auf den Jungen aufmerksam und nahm sich seiner an. Der alte Sprokrates sah viel unausgefülltes Potenzial im Sproz des Sprozedos.
Also sprozten sie gemeinsam mit Paton, Paulus und den anderen Jünglingen täglich stundenlang gegen die Wand, gegen einen Baum oder über den Horizont durch die Sprozonschicht hindurch. Nichts und niemand konnte sie vom Sprozen abhalten. Sie waren die Meister des Sprozertums.
Manchmal übten sie sich im gegenseitigen Ineinandersprozen, indem zwei Sprozende sich gegenübersetzten, damit sich ihre Sprozer trafen. Ineinandersprozen war ein besonderer Kraftakt. Nicht jeder hatte das Durchhaltevermögen für diese Sprozedur. Aber der junge Sprozedos erwies sich als besonders begabt in dieser Disziplin. Wie eine Büste aus Marmor festigte er seinen Blick und durchbrach den Sproz seines Gegenübers. Fast übertraf er seinen Lehrer Sprokrates selbst, was ihm noch zum Verhängnis werden sollte. Denn der alte Sprokrates ließ sich nicht gerne in den Schatten stellen.
Schließlich kam es zu einer Streitfrage, welche die Entwicklung des Sprozizismus für immer prägte. Sprozedos meinte nämlich, wahres Sprozen kann nur von selbst entstehen. Es sei eine Macht, welche der Mensch zu kontrollieren nicht imstande ist. Bloß ins Leere zu starren sei nicht dasselbe wie die sich öffnenden Weiten des Sprozeans zu ermessen, was nur durch Selbstauflösung möglich sei, indem man sich dem Sproz gänzlich hingibt.
Daraufhin lachte Sprokrates nur. Er meinte dagegen, dass ein reiner Sprozergeist wie der seine, das Sprozen sehr wohl bewusst sprovozieren könne. Und da er gerne recht behielt, wurde Sprozedos kurzum in eine Höhle verbannt, wo er den Rest seiner Tage gegen die Wand sprozen musste. Anschließend warnte man vor den Gefahren des Sich-Versprozens. Der junge Sprozedos hätte sich im Sprozean verloren und war zum ewigen Sproz verdammt.
Keine Gewähr auf historische Genauigkeit.
Quelle: unbekannt.